Schwertarbeit -Klaus Rentel

Schwertarbeit: zur Mitte aus der Mitte

Das Schwert wird oft mit Kampf in Verbindung gebracht. Diese Arbeit führt jedoch nach innen, und sie kommt von innen. Wie wir das Schwert führen, verdeutlicht, wie wir mit unserer Lebensenergie walten und wie wir sie geistig lenken. So fordert uns das Schwert, unser Handeln am eigenen Wesenskern auszurichten und authentischer zu leben. Heißt: stimmige Entscheidungen treffen und sich an der inneren Wahrheit orientieren.

Schwertarbeit mobilisiert Energie, stärkt das Selbstvertrauen und führt zu innerer Ruhe. Sie macht Mut, der „inneren Stimme“ zu vertrauen und beherzt Ausdruck zu verleihen, auch wenn das weltliche Denken allerhand «vernünftige» Einwände produziert.

Von zentraler Bedeutung dabei ist die universelle Lebenskraft Ki (Chi), die uns in der Gegenwart kraftvoll und fühlend da sein lässt. Das bewahrt vor der Überbetonung des rationalen Denkens; das Handeln kann schlicht und direkt dem Unterbauch (Hara) entspringen. Auf diese Weise stellen wir die Balance aus Denken und Fühlen wieder her.

So ist der eigene Weg kein Ego-Trip, sondern selbstbestimmte Lebensgestaltung, die andere Menschen möglichst einschliesst. Wir sorgen für ein möglichst faires Verhältnis zwischen Innen- und Aussenwelt.

Weil sie effektiv, direkt und handlungsorientiert ist, nimmt die Schwertarbeit in meiner Arbeit als Coach, Trainer und Autor wie überhaupt in meinem Leben eine zentrale Rolle ein. Es braucht dazu nicht unbedingt den Einsatz eines realen Schwertes, sondern die damit verbundene klare Haltung einzunehmen und zu vermitteln.