Schwertarbeit: zur Mitte aus der Mitte

Das Schwert wird oft mit Kampf in Verbindung gebracht. Doch ist dies vor allem eine innere Arbeit. Wie wir das Schwert führen, verdeutlicht, wie wir mit unserer Lebensenergie walten und wie wir sie geistig lenken. Umgekehrt macht das bewusste Führen des Schwertes Mut, der inneren Stimme zu vertrauen und beherzt Ausdruck zu verleihen, auch wenn das weltliche Denken allerhand «vernünftige» Einwände produziert.

Die universelle Lebenskraft Ki (Chi) lässt uns dabei in der Gegenwart kraftvoll und fühlend da sein. Das Handeln kann schlicht und direkt dem Unterbauch (Hara) entspringen. Auf diese Weise stellen wir die Balance aus Denken und Fühlen wieder her.

So ist der eigene Weg kein Ego-Trip, sondern selbstbestimmte Lebensgestaltung, die andere Menschen möglichst einschliesst. Wir sorgen für ein möglichst faires Verhältnis zwischen Innen- und Aussenwelt.

Diese Schwertarbeit ist personal, weil sie aus der eigentlichen Person kommt und auf diese Person wirkt. Der Begriff kommt von personare, was im Lateinischen durchtönen oder hindurchklingen bedeutet. Das Schwert dient als Werkzeug, unser Eigentliches, das, was uns authentisch macht, durch die vielen Denk- und Verhaltensmuster der aufgesetzten Persönlichkeit hindurch wirken zu lassen. Wir werden transparenter für unseren Wesenskern, spüren unsere intuitive Wahrheit und bringen sie selbstbewusst in die Welt.