Lieber persönlich streiten

Streit eskaliert in E-Mails oder auch den Sozialen Medien viel öfter als am Telefon oder erst recht im persönlichen Gespräch.

Auch wenn er noch so gut formuliert ist, fehlt reinem Text die «analoge» Beigabe der parasprachlichen Mittel wie Mimik, Stimme, Gestik, Atmung etc.

So merken wir nur im Gespräch, ob jemand gereizt ist oder genervt die Augen verdreht, ob er eine Aussage mit einem Lächeln als Spass oder Ironie einordnet oder den Ernst der Sache mit einer deutlichen Handbewegung untermauert. Dagegen sind Emojis geradezu platt in ihrer Aussagekraft, auch wenn es noch so viele davon gibt. Der menschliche Ausdruck ist unschlagbar.

Bevor Sie also auf eine E-Mail gereizt, mit ellenlangen Klarstellungen oder mit Widerlegungen von Absenderzitaten reagieren, schauen Sie doch mal, ob der Telefonhörer oder die bildgebenden Skype oder Facetime nicht die bessere Option sind. Den besten Rahmen für die Kommunikation in wichtigen oder heiklen Angelegenheiten bietet freilich immer noch das Gespräch unter vier Augen.

  • Aus welchem Grund bleiben Sie manchmal beim Medium E-Mail, obwohl Sie ahnen, dass ein Gespräch angemessener wäre?